Curriculum Implantologie

Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie

Details

Die optimale Therapie des Zahnverlustes ist der Ersatz jedes einzelnen Zahnes durch ein Implantat. Diese Grundsatzaussage der Konsensuskonferenz Implantologie, der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland, unterstreicht den hohen Stellenwert der oralen Implantologie in der modernen Zahnmedizin.

 

Abbildung 1: Implantologische Lösunge zum Ersatz fehlender Zähne werden in Zukunft einen immer höheren Anteil einnehmen

 

Der Trend ist eindeutig: Jährlich steigt die Anzahl der implantologischen Behandlungen in Deutschland um 15 bis 20 Prozent, immer mehr Patienten informieren sich über diese Methode und fordern eine entsprechende Behandlung aus funktionalen und ästhetischen Gründen. Die zunehmende Aufklärung der Bevölkerung trägt diesem Trend Rechnung und verstärkt ihn noch.

Für den niedergelassenen Zahnarzt ergeben sich aus dieser Entwicklung große Zukunftschancen für seine eigene Praxis – vorausgesetzt, er setzt sich mit diesem Fachgebiet fundiert auseinander. Mit dem Curriculum  Implantologie bietet die International Dental Education ein äußerst hochwertiges und preiswertes Kusprogramm für Sie an.

Implantologie für den Praktiker – so lautet das Motto der Kursreihe, die acht Wochenenden (Freitag/Samstag) umfasst. Sie wendet sich an die jungen Kolleginnen und Kollegen, die als Einsteiger die Implantologie step-by-step erlernen möchten, aber auch an den bereits implantologisch tätigen Zahnarzt, der neueste Forschungsergebnisse für die Optimierung seiner Behandlung nutzen will.

Sofortimplantation und Sofortbelastung, Sinuslift, moderne Augmentationsverfahren oder die aktuelle 3D-Computernavigation mit Schablonentechniken oder Robotik sind Themen, die von besonderem Interesse sind. Praktische Übungen (Hands-on) gehören dazu, außerdem werden Live-OP’s durchgeführt. Gruppenarbeit und Lernzielkontrolle sind Bestandteil aller acht Einheiten. Eine umfangreiche Abschlussdiskussion und die feierliche Verleihung der Zertifikate für die Teilnehmer stehen am Ende dieser umfassenden Kursreihe. Eigene Patientenfälle können zur Besprechung im Kollegenkreis vorgestellt werden.

 

1. Baustein: Grundlagen und präimplantologische Diagnostik

  • Einleitend werden die Grundlagen der oralen Implantologie in einem systematischen Überblick behandelt. Ziel ist es, dem Kursteilnehmer die Möglichkeit zu eröffnen, bereits während des Curriculums in seiner Praxis implantologische Tätigkeiten auszuführen.
  • Die historische Entwicklung der Disziplin gehört ebenso dazu wie ein Überblick über die verschiedenen Implantatsysteme und Materialien sowie eine erste Marktübersicht. Welche Indikationen und Kontraindikationen gibt es und welche grundlegenden Überlegungen sind bezüglich der aktuellen Möglichkeiten augmentativer Verfahren anzustellen?
  • Die Fragen, welche organisatorischen, räumlichen und personellen Voraussetzungen in einer implantologischen Praxis erfüllt sein müssen und welches Hygienekonzept zu beachten ist, schließen den ersten Tag ab.
  • Am zweiten Tag lernen die Teilnehmer mehr über die Betreuung der Patienten aus dem Blickwinkel der implantologischen Therapiemöglichkeiten kennen. Der Behandlungsablauf unterschiedlicher Systeme wird besprochen sowie die Vorbereitung der Implantation, Anamnese und Patientenaufklärung. Hauptthema dieses Tages ist die systematische Diagnostik und Planung, von den einfachen 2DRöntgentechniken über die aktuellen 3D-Techniken bis hin zu den virtuellen Planungstechniken, die den Einsatz von Operationsschablonen oder Robotik ermöglichen. Das Zeitmanagement der implantologischen Gesamtrehabilitation und ein Überblick über die wichtigsten administrativen Fragen für die Praxis runden das Einführungswochenende ab (z. B. Kostenvoranschlag, Umgang mit Kostenträgern und Gutachten). 

 

Abbildung 2: Im Rahmen dieses Curriculums wird das Konzept der 3D Planung mit anschließender vollnavigierter Implantation vorgestellt

 

Dieser Abschnitt des Curriculums beinhaltet Teil A des Kurses zum Erwerb der Fachkunde für Digitale Volumentomographie. Hierbei erlernen Sie folgende Grundlagen rund um die Digitale Volumentomographie:

 

Abbildung 3: Dieses Curriculum beinhaltet den Erwerb der DVT-Fachkunde

 

  • Technische Grundlagen eines DVT-Gerätes und Bildaufzeichnung
  • Beurteilung von DVT-Untersuchungen nach
  • Nasennebenhöhlen und Kiefergelenk
  • Sicheres Lesen von DVT-Datensätzen – Konzept
  • Gegenüberstellung von Anatomie und typischen
  • Pathologien
  • Präsentation und Hands-on pathologischer Veränderungen
  • Patientenpositionierung (am DVT-Gerät)
  • Ablauf Konstanzprüfung DVT (am Gerät)
  • baulicher Strahlenschutz
  • Strahlenschutz des Patienten
  • Strahlenschutz des Personals
  • passiver Strahlenschutz

 

2. Baustein: Operatives Vorgehen

  • Umsetzung der Implantations- und Operationsverfahren in der Praxis; Organisation der implantologischen Praxis, Umsetzung der Planung, angemessene Anästhesie, Schnittführung, Deperiostierung, Knochenpräparation und Beurteilung der Knochenqualität

 

Abbildung 4: Das operative Vorgehen der Implantatinsertion wird in allen Einzelschritten erläutert

 

  • Einsatz von Augmentationsmaterialien, Membranen und PRP, genaue Positionierung der Implantate, Schnitt und Nahttechniken, Komplikationen in der Früh- und Spätphase
  • Nachsorge und fachgerechte Dokumentation der Behandlung in Form von OP-Berichten, Modellen, Röntgenaufnahmen und Fotos. Verschiedene Implantatsysteme werden an diesem praxisorientierten Wochenende mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften vorgestellt, diskutiert und teilweise an Hands-on-Übungen erprobt. 

 

3. Baustein: Augmentationsverfahren

  • Die verschiedenen Möglichkeiten einer oralen Hartgewebsaugmentation, sowohl für den Ober- wie auch Unterkiefer werden im dritten Baustein praxisbezogen vermittelt. Schwerpunkte sind die Darstellung der implantologisch relevanten Region und gefährdeter Nachbarstrukturen, sowie die Techniken und Anwendungen von Membranen und Durchführung eines präimplantologischen Knochenmanagements vor oder bei gleichzeitiger Implantation.
  • Autogene Knochenblocknaugmentation

 

Abbildung 5: Augmentation durch Knochenblocktransplantat aus der Kieferwinkelregion

 

  • Die Teilnehmer lernen somit Standardfälle der Implantologie in praxisnaher Situation zu planen. Spezielle Verfahren, wie indirekter und direkter Sinuslift oder Bonesplitting, werden ebenfalls diskutiert und ggf. in Videoaufzeichnungen demonstriert. 

 

Abbildung 6: Die Hartgewebsaugmentation durch externen Sinuslift wird ausführlich erörtert

 

4. Baustein: Weichsgewebsmanagement in der Implantologie I

  • Implantologie und Parodontologie - Korrelationen im Behandlungsregime
  • Methoden der parodontalen Taschenreduktion (excisional new attachment procedure, modifizierter Widman-Lappen, apikaler Verschiebelappen und Gigivektomie)
  • Frenektomie, freies Schleimhauttransplantat, Bindegewebstransplantate, Deckung mukogingivaler Rezessionen
  • Indikationen, Instrumentarium, und Nahttechniken verschiedener weichsgewebsveressernder Maßnahmen
  • Nachsorge

 

5. Baustein: Weichgewebsmanagement in der Implantologie II

Das periimplantäre Weichgewebsmanagement ist entscheidend für die Langzeitüberlebensrate von Implantaten. Zahlreiche Autoren wie beispielsweise Khoury et. al berichten seit langem über die Notwendigkeit geeigneter periimplantärer Weichgewebsstrukturen. Wir zeigen Ihnen wie Sie die periimplantäre Mukositis und Periimplantitis nach Implementation des Zahnersatzes verhindern können.

  • Weichteilmanagement: In der Mehrzahl der implantologischen Therapien erfordern die anatomischen Voraussetzungen weichteilverändernde Maßnahmen: split-flap preparation, Tunneltechnik
  • Freies Schleimhauttransplantat zur Verbesserung der Weichgewebsstruktur in Rahmen des implantologischen Versorgungskonzepts

 

Abbildung 7: periimplantäre Weichgewegsaugmentation

 

  • Eine Live-OP verdeutlicht das Vorgehen. Die unterschiedlichen Maßnahmen des Weichgewebemanagements, Schleimhaut- und Bindegewebstransplantate stehen im Mittelpunkt.
  • Behandlungskonzept bei periimplantären Erkrakungen

 

Abbildung 8: Die Behandlung periimplantärer Erkrankungen ist wesentlicher Bestandteil dieses Kursbausteins

 

  • Die Beziehung dieser Verfahren zur roten und weißen Ästhetik runden dieses Wochenende ab, an dem Gruppenarbeit und Übungen ebenfalls vorgesehen sind.

 

6. Baustein: Implantatprothetische Versorgungskonzepte

  • Es wird ein implantatprothetisches Konzept vermittelt, das sich durch okklusal verschraubte, physiologisch geformten Prothetik erzielen lässt.
  • Insbesondere für die Rosa-Weiß-Ästhetik spielt neben bekannten chirurgischen Maßnahmen auch die Kronengestaltung im submukösen Bereich eine entscheidende Rolle.
  • Indikation herausnehmbarer und festsitzender Implantatsuprakonstruktionen
  • Im Mittelpunkt der beschriebenen implantatprothetischen Versorgungskonzepte steht die Prophylaxe vor periimplantären Erkrankungen
  • Abnehmbare Implantatsuprakonstruktionen: Steggetragene, Locatorfixierte und Teleskopgetragene Prothetik

 

Abbildung 9: Sowohl herausnehmbare als festsitzende Implantatversorgungen werden im Detail diskutiert

 

  • Vorstellung des Münchner Implantatkonzepts: Intraoralscan und CAD/CAM Technologie in der Implantatprothetik

 

Abbildung 10: Intraoralscan im Rahmen der implantatprothetischen Rehabilitation (Münchner Konzept)

 

Abbildung 11: Auch die erforderlichen Kenntnisse des Zahnarztes im Rahmen der CAD/CAM-Fertigung implantatgetragener Suprakonstruktionen wird eingegangen

 

7. Baustein: Abschluss der DVT-Fachkunde

Nach diesem Baustein des Curriculums erwerben Sie als Teilnehmer die Fachkunde für Digitale Volumentomographie. Dreidimensionale Bildgebungsverfahren stellen heute in der präoperativen implantologischen Diagnostik einen wesentlichen Bestandteil dar. In diesem Kurabschnitt schließen Sie den Fachkurs zum Erwerber der DVT- Fachkunde mit folgenden Lerninhalten ab:

 

Abbildung 12: Die 3-D Bildgebung nimmt in der dentalen Implantologie einen immer höheren Stellenwert ein

 

  • Besprechung der Kasuistiken
  • Datensatzvorbereitung
  • Einfache Betrachtungstools
  • Dokumentation
  • Patientenvorbereitung
  • Einfluss von Artefakten und deren
  • Vermeidung/Reduktion
  • Fehlinterpretation aufgrund tradierter
  • Beurteilung aus dem Bereich der
  • Projektionsaufnahmen

 

8. Baustein: Abrechnung, Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte

  • Das Zeitmanagement der implantologischen Gesamtrehabilitation und ein Überblick über die wichtigsten administrativen Fragen für die Praxis (z. B. Kostenvoranschlag, Umgang mit Kostenträgern und Gutachten). 
  • Zentrale Fragen der Abrechnung implantologischer Leistungen werden ausführlich behandelt.
  • Im Rahmen dieses abschließenden Kursbausteins findet zudem eine zusammenfassende Lernzielkontrolle statt.

 

Ein Ausblick auf innovative Methoden und Verfahren der oralen Implantologie bietet das abschließende Wochenende.

Im Rahmen dieses Curriculums erhalten Sie die Möglichkeit bei einzelnen unserer Referenten zu hospitieren

 

Abbildung 13: durch die Teilnahme an diesem Curriculum erhalten Sie die Möglichkeit nach Absprache bei einigen unserer Referenten zu hospitieren

 

 

Am Ende der Kursserie sind alle Teilnehmer/innen zur feierlichen Abschlussparty in Regensburg eingeladen

Nach vollständiger Absolvierung des Kursprogramms und der Teilnahme an dem Abschlussgespräch erhalten die Teilnehmer des Curriculums ein Zertifikat, das eine Voraussetzung zur Ausweisung des "Tätigkeitsschwerpunktes Implantologie“ bildet. 

 

Wichtig: Wenn Sie sich für diesen Kurs anmelden möchten, so füllen Sie bitte die jeweiligen Felder im Anmeldeformular aus und klicken Sie auf "Absenden". Wir übermitteln Ihnen daufhin auf dem Postweg eine Anmeldebestätigung. Die Anmeldung ist verbindlich, sobald die Zahlung der ersten Hälfte der Kursgebühr bei uns eingegangen ist.

Sollten Sie noch Fragen zum Kursablauf und -inhalt haben, so wenden Sie sich bitte unter der angegebenen Kontaktinformation an uns.

Dr. Yamen Asi

2000-2005 Studium der Zahnmedizin in Damaskus, Syrien

2005-2007 zahnärztliche Tätigkeit in privater Praxis in Damaskus, Syrien

2007-2008 Niederlassung in eigener Praxis in Damaskus, Syrien

2009-2012 Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann

2013 Promotion zum Dr. med. dent. an der Universität Heidelberg

2012-2016 zahlreiche Weiterbildungskurse in Implantologie und Implantatprothetik

2016 eigene Niederlassung in Knittlingen im Verbund der Zeppelin Praxis Klinik

 


Dr. Kilian Hansen

2006-2011 Studium der Zahnmedizin an der universität Regensburg

2013 Promotion zum Dr. med dent.

2012-2015  Postgraduierten    Ausbildung    in    Parodontologie    &   Implantologie    akkreditiert    durch    die    deutsche    Gesellschaft    für   Parodontologie    (DGPARO)    in    der    Privatpraxis    von    Prof.    Dr.    Marc   Hürzeler    und    Dr.    Otto    Zuhr    

seit    Januar    2016 Tätigkeit in    der    Praxis   Dr.    Björn   Ludwig    und    Dr.    Bettina    Glasl    in    Traben-Trarbach

Mitgliedschaften: DGParo, DGZMK, Youngster    der    NEUEN    GRUPPE

Referententätigkeit (Auswahl): 

  •  "Prävention,    Therapie    &    Ästhetik    im    PA-geschädigten    Gebiss    -    ein    minimalinvasiver    Ansatz“ (DGÄZ),    in    Westerburg    -    Vortrag    2014  
  •  „Modern    Parodontal-    and    Implant    Surgery“,    July    2014,    Zimmer-Institute,    Winterthur,    Schweiz
  •  2015    “Plastisch    ästhetische    Parodontal-    und    Implantatchirurgie”    mehrtägiger    Kongress    mit    Kurs,    Vorlesungen,    Hands-On    und    Live-Operationen    in    Arequipa,    Peru    
  •  2016    “Plastisch    ästhetische    Parodontal    -    und    Implantatchirurgie”    mehrtägiger    Kongress    mit    Kurs,    Vorlesungen,    Hands-On    und    Live-Operationen    in    Kairo

 


Dr. Dennis Schaller

2002-2008 Studium Zahnmedizin LMU München

2010 Promotion zum Dr. med. dent. TU München

2012-2014 Universität Göteborg - postgraduierter Studiengang zum Fachzahnarzt Parodontologie

2014 Specialist in Periodontics and Clinical Periodontology (EFP)

2015 DG PARO Spezialist für Parodontologie

seit 2014 Praxis für Zahnheilkunde Dres. Schaller, Planegg 

 

Veröffentlichungen:

  • Schaller D. Adjuvante systemische Antibiotika in der Parodontitistherapie - Das Konzept Göteborg. Parodontologie 2016; 27(2): 141-148.
  • Schaller D. Adjuvante systemische Antibiotika in der Parodontitistherapie - Das Konzept Göteborg am Fallbeispiel. Parodontologie 2016; 27(2): 148-155.
  • Derks J, Schaller D, Håkonsson J, Wennström JL, Tomasi C, Berglundh T. Peri-implantitis - onset and pattern of progression. J Clin Periodontol 2016; 43: 383-388
  • Derks J, Schaller D, Håkonsson J, Wennström JL, Tomasi C, Berglundh T. Effectiveness of Implant Therapy Analyzed in a Swedish Population: Prevalence of Peri-implantitis. J Dent Res 2016; 95(1): 43-49
  • Schaller D. Diagnostik periimplantärer Läsionen. Quintessenz 2013; 64(12): 1475-1478


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